Aus industrieller Sicht dienen Duftstoffe dazu, den Geschmack flüchtiger Aromastoffe zu gestalten. Ihre Herkunft lässt sich in zwei Kategorien einteilen: „Natürliche Aromen“ werden aus Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen mittels physikalischer Extraktionsmethoden gewonnen. Synthetische Aromen hingegen werden aus Destillaten, Säuren, Laugen, Salzen und anderen Chemikalien hergestellt, die durch chemische Behandlung und Verarbeitung aus mineralischen Bestandteilen wie Erdöl und Kohle gewonnen werden. In den letzten Jahren sind natürliche Aromen stark nachgefragt und ihre Preise sind rasant gestiegen. Doch sind natürliche Aromen tatsächlich besser als synthetische?
Natürliche Duftstoffe werden in tierische und pflanzliche Duftstoffe unterteilt: Zu den tierischen Duftstoffen zählen hauptsächlich Moschus, Zibet, Castoreum und Ambra. Pflanzliche Duftstoffe sind organische Gemische, die aus Blüten, Blättern, Zweigen, Stängeln, Früchten usw. aromatischer Pflanzen gewonnen werden. Synthetische Duftstoffe lassen sich in halbsynthetische und vollsynthetische Duftstoffe unterteilen: Halbsynthetische Duftstoffe entstehen durch die chemische Reaktion natürlicher Komponenten, während vollsynthetische Duftstoffe ausschließlich aus chemischen Rohstoffen hergestellt werden. Nach der Klassifizierung nach funktionellen Gruppen lassen sich synthetische Duftstoffe in Ether (z. B. Diphenylether, Anisol), Aldehyd-Keton-Duftstoffe (z. B. Musketon, Cyclopentadecanon), Lacton-Duftstoffe (z. B. Isoamylacetat, Amylbutyrat) und Alkohol-Duftstoffe (z. B. Fettalkohol, aromatischer Alkohol, Terpenalkohol) einteilen.
Früher konnten Aromen nur mit natürlichen Aromen hergestellt werden. Seit dem Aufkommen synthetischer Aromen können Parfümeure nahezu nach Belieben eine Vielzahl von Aromen kreieren und so den Bedürfnissen aller Bevölkerungsschichten gerecht werden. Für Industriearbeiter und Verbraucher stehen die Stabilität und Sicherheit von Aromen im Vordergrund. Natürliche Aromen sind nicht zwangsläufig sicher, und synthetische Aromen sind nicht zwangsläufig unsicher. Die Stabilität eines Aromas zeigt sich hauptsächlich in zwei Aspekten: erstens in der Stabilität seines Duftes oder Geschmacks; zweitens in der Stabilität seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften, sowohl im Aroma selbst als auch im Produkt. Sicherheit bezieht sich auf mögliche orale Toxizität, Hauttoxizität, Reizungen der Haut und der Augen, allergische Reaktionen bei Hautkontakt, Photosensibilisierung und Vergiftungen der Haut.
Was Gewürze betrifft, so sind natürliche Gewürze ein komplexes Gemisch, das von Faktoren wie Herkunft und Witterung beeinflusst wird. Ihre Zusammensetzung und ihr Aroma sind daher nicht immer stabil und sie enthalten oft eine Vielzahl von Verbindungen. Die Aromazusammensetzung ist äußerst komplex, und mit dem aktuellen Stand der Chemie und Biotechnologie ist es schwierig, eine vollständig genaue Analyse und ein umfassendes Verständnis ihrer Aromakomponenten zu erreichen. Auch die Auswirkungen auf den menschlichen Körper sind schwer zu verstehen. Einige dieser Risiken sind uns tatsächlich unbekannt. Synthetische Gewürze hingegen haben eine klare Zusammensetzung, entsprechende biologische Experimente können durchgeführt werden, eine sichere Anwendung ist gewährleistet, und ihr Aroma ist stabil. Auch das Aroma der zugesetzten Produkte ist stabil, was uns einen hohen Anwendungskomfort bietet.
Hinsichtlich Restlösungsmitteln verhalten sich synthetische und natürliche Duftstoffe gleich. Auch natürliche Aromen benötigen im Extraktionsprozess Lösungsmittel. Im Syntheseprozess lässt sich der Lösungsmittelgehalt durch die Wahl des Lösungsmittels und dessen Entfernung in einem sicheren Bereich halten.
Die meisten natürlichen Aromen sind teurer als synthetische, was jedoch nicht direkt mit der Sicherheit zusammenhängt. Manche synthetische Aromen sind sogar teurer als natürliche. Viele Menschen halten natürliche Aromen für besser, weil sie als angenehmer empfunden werden und Spuren von Inhaltsstoffen subtile Unterschiede im Geschmackserlebnis bewirken können. Natürlich ist nicht gleichbedeutend mit gut und synthetisch nicht gut, solange die Verwendung im Rahmen der geltenden Vorschriften und Normen sicher ist. Wissenschaftlich betrachtet sind synthetische Aromen besser kontrollierbar, sicherer und daher derzeit besser für den öffentlichen Gebrauch geeignet.
Veröffentlichungsdatum: 27. Februar 2024
